Die Katze - Verdauung

Sieht man sich die natürliche Beute der Katze an ist offensichtlich, dass sie nach wie vor ein sogenannter Karnivor, ein Fleischfresser, ist. Sie ernährt sich überwiegend von kleinen Säugetieren wie Mäusen und Vögeln. Dies spiegelt sich auch in den Verdauungsorganen wider. Der Verdauungstrakt der Katze ist vergleichsweise kurz und nicht für die Zerlegung von schwer verdaulichen Pflanzenstoffen oder Getreide ausgelegt. Sie nimmt nur manchmal einen sehr geringen Anteil davon durch den Mageninhalt ihres Beutetieres auf.

Der Verdauungstrakt der Katze unterteilt sich in mehrere Abschnitte:

 

Die Verdauung der Katze

 

  1. Kopfdarm: Dazu gehören Lippen / Lefzen, die Mundhöhle samt Zunge, Speicheldrüsen, die Zähne sowie der Rachen
  2. Vorderdarm: mit der Speiseröhre, Bauch- und Beckenhöhle sowie dem Magen
  3. Mitteldarm: entspricht dem Dünndarm, welcher unterteilt wird in Zwölffingerdarm, Leerdarm und Hüftdarm
  4. Enddarm: entspricht dem Dickdarm, welcher unterteilt wird in Blinddarm, Grimmdarm und Mastdarm

Wichtige Unterstützer der Verdauung sind die Darmanhangsdrüsen wie Leber und Bauchspeicheldrüse.

Im Kopfdarm wird die Nahrung mittels der Zähne gepackt und zerkleinert. Durch den Speichel werden die Nahrungsbestandteile gleitfähig gemacht und erleichtern das Abschlucken. Im Magen angekommen werden die Futterbrocken zu Nahrungsbrei verarbeitet und mit Magensaft, welcher Säuren und Verdauungsenzyme beinhaltet, angereichert. Durch Muskelkontraktionen wird die Nahrung weitergeleitet in den Dünndarm, welcher relativ kurz ist. Im Dünndarm werden Gallenflüssigkeit und Bauchspeicheldrüsensaft zugesetzt und helfen so bei der Aufspaltung  und Aufnahme von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten. Der Dickdarm dient der Rückführung des Wassers aus den nicht verwertbaren Futterbestandteilen. Zudem werden wasserlösliche Vitamine, Salze und essenzielle Fettsäuren im Dickdarm aufgenommen. Dies dient der Eindickung der übrig bleibenden Futterbestandteile, welche schlussendlich wieder ausgeschieden werden.

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